Von Beige zu Bunt

medi modische Kompression auf der OTWorld 2016

Stylishe Kompression zeigte medi auf der OTWorld 2016 (Foto: C. Günzel).

Nicht nur funktional, sondern auch schön: Die Orthopädie-Technikbranche wird immer farbenfreudiger und designorientierter – und dies nicht nur für jüngere Zielgruppen. Das fiel in diesem Jahr auf der OTWorld besonders ins Auge. Nicht nur Bandagen, Orthesen und Einlagen kamen optisch ansprechend daher. Wer im Alltag mit entsprechenden Produkten unterwegs ist – unter anderem infolge von Rückenleiden, Arthrose oder Sportverletzungen – möchte weder krank aussehen noch stigmatisiert werden. 

Bunte Bandagen von Caroli - OTWorld 2016

Bunte Bandagen von Carola auf der OTWorld 2016 (Foto: C. Günzel).

Etliche Hersteller setzten zudem auf mehr Patientenzufriedenheit und -bindung durch Zusatzservices, die über Smartphones funktionieren. Ins Blickfeld gerieten ebenso die weniger mobilen Patienten, die beispielsweise aufgrund Volkskrankheiten wie Diabetes auf Hilfsmittel angewiesen sind – zum Beispiel nach Amputationen. Das Motto lautete weniger Schmerzen, mehr Lebensqualität, mehr Bewegung. Genauso im Fokus der Hersteller: Services, die Prozesse in der Werkstatt optimieren und den Technikern Zeit sparen.

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Showroom für die Marke

Ansprechendes Material, eindeutige Farben, ausgeklügelte LED-Lichtkonzepte, leuchtende Regalfachböden und Flachbildschirme sind der letzte Schrei im Ladenbau. Zunehmend halten modernes Design und zeitgemäße Gestaltung in die Sanitätshäuser Einzug, werden als wesentlicher Teil der Marken-Identität betrachtet.

Elke Park - ParkRaum

Elke Park, ParkRaum Konzepte und Consulting (Foto: Elke Park).

„Der Ladenbau im Gesundheitswesen folgt zunehmend den gleichen Trends wie der sonstige stationäre Einzelhandel – allerdings muss ein Sanitätshaus nicht ganz so glamourös und hell erleuchtet dargestellt sein“, stellt Elke Park von ParkRaum Konzepte und Consulting, Stuttgart, fest.

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Die Zukunft braucht Verkäufer!

Hohe Qualität und Fachwissen allein werden nicht genügen, um im Hilfsmittelmarkt erfolgreich zu bestehen. Vertrauenswürdige Verkäufer sind gefragt. „Verkaufen ist nicht böse!“, unterstreicht Michaela Köstner, Senior Consultant der Nürnberger Unternehmensberatung Volkmer Management, die auf den medizinischen Hilfsmittelsektor spezialisiert ist und ein „Trendbook“ für die Branche veröffentlicht hat. Weiterlesen

Flagge zeigen: Markenbildung im Sanitätsfachhandel

Anzeige der Jüttner Orthopädie KG

Bewegungsfreiheit: Anzeige der Jüttner Orthopädie KG für den Bereich Orthopädie-Technik mit Kunden als Testimonials (Foto: Jüttner Orthopädie KG).

Der Konkurrenzdruck im Gesundheitsmarkt steigt. Branchenfremde vom Onlineanbieter bis zum Discounter drängen hinein. Um sich in das Gedächtnis ihrer Kunden einzugraben, müssen Sanitätshäuser wahrnehmbar und von anderen Marktplayern unterscheidbar sein. Wesentlicher Faktor: Eine eigene Marke entwickeln, die Vertrauen weckt.

„Noch viele Betriebe haben bisher keine eigene Marketingabteilung oder keinen Marketingverantwortlichen. Dies ist für die Markenbildung jedoch elementar“, betont Elke Park von ParkRaum Konzepte und Consulting, Stuttgart. Weiterlesen

QR-Codes auf Visitenkarten?

Tolles Feature, eher nervig oder so lala – warum der Einsatz von QR-Codes auf Visitenkarten durchdacht sein will und warum am besten ein Konzept dahintersteckt.

Die QR-Code-Quadrate mit dem charakteristischen Muster entdeckt man inzwischen überall: Auf Werbeplakaten führen sie zum Beispiel zu Gewinnspielen, auf Lebensmittelverpackungen zu Rezepten, auf Speisekarten zu den Inhaltsstoffen der aufgeführten Gerichte, im Geschäftsbericht zur digitalen Version, an Sehenswürdigkeiten zu Informationen für die Touristen, auf Prospekten zu Produktvideos. Sie werden bei Messen zur Ticketregistrierung eingesetzt, auf dem Auto des Handwerkers lässt sich mit deren Hilfe unkompliziert eine vorgefertigte SMS mit einer Anfrage senden – und an einer Wohnungstür verbergen sich dahinter WLAN-Zugangsdaten, die der Bewohner Besuchern zur Verfügung stellt. Einfach per Tablet oder Smartphone scannen – und schwupp, sind die codierten Informationen zugänglich. Weiterlesen

Sind QR-Codes auf Visitenkarten sinnvoll?

Axel Klarmann

Axel Klarmann (Foto: Klarmann)

QR-Codes auf Visitenkarten? Nicht unbedingt nötig, aber durchaus ein hilfreiches Gimmick. Sie sollten auf jeden Fall in eine QR-Strategie eingebettet werden – so Axel Klarmann, technischer Geschäftsführer der Internetagentur ZWONULL MEDIA und QR-Code-Experte, im Interview.

Wie oft begegnen Ihnen QR-Codes auf Visitenkarten?
Klarmann:
Selten, vielleicht auf zwei von 300 Karten. Meist auf Klappkarten.
Ist es denn sinnvoll, seine Visitenkarte mit einem QR-Code zu bereichern?Klarmann: Nun, wenn es ausschließlich darum geht, modern zu erscheinen – nein. Der Hype ist vorbei, der Lack ist ab und QR-Codes sind in der Realität, im Marketing-Alltag sowohl B2C als auch B2B angekommen. Wesentlich ist das Konzept, welches hinter dem Einsatz liegt, der Nutzwert, der generiert wird. Denn der QR-Code nimmt nicht unwesentlich Platz ein. Je mehr Informationen ich hineinpacke, desto größer muss er sein, spielt sich manchmal sehr in den Vordergrund und verdrängt imagetragende Elemente. Sinn ist, Lücken zwischen analoger und digitaler Welt zu schließen – welche das im konkreten Fall sind, sollte vorab überlegt werden. Weiterlesen