Das Korsett wird smart: Digitalisierte Skoliose-Therapie

Skoliose-App von BeMobil - erster Entwurf (Foto: BeMobil)

Erster Entwurf der Smartphone-App für junge Skoliose-Patienten mit Korsett (Foto: BeMobil).

Mehr Erfolg bei der Skoliose-Therapie: Smartphone-App motiviert junge Patienten. „Hast Du heute Dein Korsett getragen? Wirklich? Warum nicht?“ Ein Korsett ist für Kinder und Jugendliche keine schöne Sache, doch bei idiopathischer Skoliose die gängige Therapieoption. Genervte Eltern können ein Lied davon singen, wie aufreibend die ständige Motivation und Kontrolle des Nachwuchses ist. Orthopäden und Hilfsmittelversorger kennen das Problem: Das Korsett wird nicht lang genug getragen – selbst wenn versucht wird, mit bunten Designs die Akzeptanz zu erhöhen. Smarte Varianten sollen hier künftig Abhilfe schaffen. Weiterlesen

Auf nach Rio!

Messestand medi OTWorld 2016

Sport war ein großes Thema auf der OTWorld 2016 – wie hier am Stand von medi (Foto: Cathrin Günzel).

OTWorld im Zeichen des Sports mit Versorgungskonzepten für Freizeit- und Profisportler: Sportliche Großereignisse wie die Sommer-Paralympics in Rio de Janeiro warfen auf der OTWorld ihre Schatten voraus. Mehrere Veranstaltungen im Kongress beleuchteten die optimale Versorgung von Sportlern mit und ohne Behinderung. In den Fokus rückten ebenfalls effiziente Therapiemöglichkeiten nach Sportverletzungen. Paralympische Top-Athleten wie Markus Rehm, Heinrich Popow und Marina Mohnen waren in Leipzig zu Gast. Sportsgeist durchwehte die Messehallen: An den Ständen führender Unternehmen der Branche ging es äußerst rasant zu – ob beim Basketball, Breakdance oder Sprint. Weiterlesen

Von Beige zu Bunt

medi modische Kompression auf der OTWorld 2016

Stylishe Kompression zeigte medi auf der OTWorld 2016 (Foto: C. Günzel).

Nicht nur funktional, sondern auch schön: Die Orthopädie-Technikbranche wird immer farbenfreudiger und designorientierter – und dies nicht nur für jüngere Zielgruppen. Das fiel in diesem Jahr auf der OTWorld besonders ins Auge. Nicht nur Bandagen, Orthesen und Einlagen kamen optisch ansprechend daher. Wer im Alltag mit entsprechenden Produkten unterwegs ist – unter anderem infolge von Rückenleiden, Arthrose oder Sportverletzungen – möchte weder krank aussehen noch stigmatisiert werden. 

Bunte Bandagen von Caroli - OTWorld 2016

Bunte Bandagen von Carola auf der OTWorld 2016 (Foto: C. Günzel).

Etliche Hersteller setzten zudem auf mehr Patientenzufriedenheit und -bindung durch Zusatzservices, die über Smartphones funktionieren. Ins Blickfeld gerieten ebenso die weniger mobilen Patienten, die beispielsweise aufgrund Volkskrankheiten wie Diabetes auf Hilfsmittel angewiesen sind – zum Beispiel nach Amputationen. Das Motto lautete weniger Schmerzen, mehr Lebensqualität, mehr Bewegung. Genauso im Fokus der Hersteller: Services, die Prozesse in der Werkstatt optimieren und den Technikern Zeit sparen.

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Willkommen in Digitalien!

„Eine Revolution in der Orthopädie-Technik steht bevor“, prophezeiten die einen. „Gemach, gemach“, meinten die anderen. Die Vorboten tiefgreifender Veränderungen jedenfalls waren auf der OTWorld 2016 nicht zu übersehen:

3D-gedruckte Vorfußprothese - stamos + braun

Den Prototyp einer komplett in Silikon gedruckten Vorfußprothese stellte stamos + braun prothesenwerk aus Dresden im Kongress der OTWorld vor (Foto: stamos + braun).

Digitale Anwendungstechnologien und der 3D-Druck gehörten zu den vieldiskutierten Themen in diesem Jahr und es wurden etliche marktfähige Produkte sowie Prototypen gezeigt – von gedruckten Designprotektoren bis zu Einlagen sowie Orthesen, Badeprothesen und Prothesenstudien.

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Wie oft trainiert ein paralympischer Top-Athlet?

Intensive Einblicke in den Alltag zwischen Beruf und Profisport gewährte Orthopädie-Technikermeister Markus Rehm auf der OTWorld. Der Goldmedaillengewinner im Weitsprung bei den Paralympics in London 2012 sowie Weltmeister 2015 im Weitsprung und in der 100-Meter-Staffel berichtete, welche Herausforderungen ein Leben als amputierter Spitzensportler mit sich bringt. Weiterlesen

Flagge zeigen: Markenbildung im Sanitätsfachhandel

Anzeige der Jüttner Orthopädie KG

Bewegungsfreiheit: Anzeige der Jüttner Orthopädie KG für den Bereich Orthopädie-Technik mit Kunden als Testimonials (Foto: Jüttner Orthopädie KG).

Der Konkurrenzdruck im Gesundheitsmarkt steigt. Branchenfremde vom Onlineanbieter bis zum Discounter drängen hinein. Um sich in das Gedächtnis ihrer Kunden einzugraben, müssen Sanitätshäuser wahrnehmbar und von anderen Marktplayern unterscheidbar sein. Wesentlicher Faktor: Eine eigene Marke entwickeln, die Vertrauen weckt.

„Noch viele Betriebe haben bisher keine eigene Marketingabteilung oder keinen Marketingverantwortlichen. Dies ist für die Markenbildung jedoch elementar“, betont Elke Park von ParkRaum Konzepte und Consulting, Stuttgart. Weiterlesen

Die Zukunft der Orthopädietechnik kommt aus dem 3D-Drucker

stamos + braun prothesenwerk - Produkt-Impression vom Fototermin der OTWorld

stamos + braun prothesenwerk aus Dresden verarbeitet hochtemperaturvernetzende medizinische Silikone mit einem 3D-Drucker. Auf der OTWorld 2016 zeigt das Unternehmen seine Produkte (Foto: C. Günzel)

Orthesen und Prothesen aus dem 3D-Drucker sind bereits Realität. Die modernen additiven Fertigungsverfahren ermöglichen komplexe dreidimensionale Formen bei der Gestaltung von Hilfsmitteln. Innovation, 3D-gedruckt: Die neuesten 3D-gedruckten Produkte stellt die Weltleitmesse OTWorld vom 3. bis 6. Mai 2016 in Leipzig vor. Zu den Ausstellern gehört die stamos + braun prothesenwerk GmbH aus Dresden, die unter anderem eine neuartige Silikonvorfußprothese mit integriertem Vorfußpolster präsentiert. Weiterlesen