Smartwatch: Das Beste kommt noch!

Noch ist der Smartwatch-Markt hinter den Prognosen zurückgeblieben. Doch die „schlauen“ Uhren werden sich durchsetzen – davon ist Uhrmachermeister Albert Fischer überzeugt. Der Vizepräsident des Zentralverbands für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik erläutert im Fachprogramm der Uhren- und Schmuckmesse MIDORA Leipzig (3. bis 5. September 2016), was die Branche erwartet. Weiterlesen

Achtung, Gesundheitskontrolle! Apps überwachen Wohlbefinden

Herzfrequenz, Blutzucker, Kalorien, gelaufene Schritte, Schlaf-Wach-Rhythmus … Mit Apps und Wearables wie Smart Watches messen Gesundheitsbewusste und Fittnessfreaks ihr Wohlbefinden. Für chronisch Erkrankte bietet die Technologie ganz neue Möglichkeiten der Kontrolle. Ein riesiger Markt der „Selbstoptimierung“ tut sich auf, auf dem vom Startup bis zum Großunternehmen und zur Versicherung viele mitmischen und Gesundheitsdaten begehrte Währung sind. Kritiker befürchten eine Entsolidarisierung der Gesellschaft, bei der nur die Starken und Gesunden gewinnen. Befürworter sehen Chancen, gesünder zu bleiben – und revolutionäre Erkenntnisse über Krankheiten zu gewinnen. Und sogar die Infrastruktur der neuen Gesundheitskarte der gesetzlichen Krankenversicherung soll – nach dem E-Health-Gesetz – von Fitnesstrackern oder Wearables gewonnene Daten auf Wunsch aufnehmen und dem Arzt übermitteln.

Die Sensoren sind wach, immer. Nur 70 Prozent Schlafeffizienz heute Nacht, warnt das Fitnessarmband. Blutdruck liegt noch im Normbereich, Blutzucker geht so. Buttercroissant zum Frühstück? Zu viele Kalorien, murrt die App auf dem Smartphone – das gibt Punktabzug bei der Krankenversicherung. Bleibt das Aktivitätslevel so niedrig, erhöht sich der Beitrag, ermahnt der Schrittzähler. Weiterlesen

Gesundheitsdaten: Außer Kontrolle

Fitter und gesünder durch Apps und Wearables? Wo liegen die Risiken? Interview mit den Wissenschaftlern Dr.-Ing. Carsten Trinitis vom Lehrstuhl für Rechnertechnik und Rechnerorganisation, I10, des Instituts für Informatik und Diplominformatiker Thomas Kittel, Mitarbeiter am Lehrstuhl für IT-Sicherheit der Technischen Universität München.

Tausende Apps und zahlreiche Wearables verheißen, uns fitter und gesünder zu machen – wenn wir nur genügend digitale Körper- und Gesundheitsdaten sammeln und auswerten lassen. Ist doch ein tolles Versprechen, oder?
Trinitis: Wenn die Daten bei mir selbst bleiben und ich die absolute Hoheit darüber habe – in Ordnung. Das Problem ist aber, dass die Daten in der Regel in Clouds liegen, um den verschiedenen genutzten Geräten den Zugriff zu ermöglichen, dass sie aus den Apps zu mir nicht bekannten Anbietern wandern, gespeichert, verarbeitet und vielleicht sogar weiterverkauft oder mit anderen verfügbaren Informationen verknüpft werden können – wie Facebook-Profil, Surf- oder Einkaufsverhalten.
Kittel: Es werden zahlreiche Kontextdaten erhoben – wo ich mich wann bewege beispielsweise. Der einzelne Nutzer hat zunehmend weniger Kontrolle darüber, was mit seinen hochsensiblen Messwerten geschieht und wer davon Kenntnis erhält. Gerade Hinweise auf Krankheiten könnten Versicherungen genauso interessieren wie Banken oder Arbeitgeber. Und wenn die Daten einmal im Netz sind, bekommt man sie nicht wieder weg. Meist weiß ich ja nicht einmal genau, welche Daten wo über mich existieren. Weiterlesen